Nachdem wir gestern beschlossen haben, dass wir doch nicht weiter südlich gehen, sondern morgen dafür einen längeren Schlag machen, wird erstmal richtig ausgeschlafen. Martin und ich stehen trotzdem kurz vor 00700 Uhr auf. Bettina und Heike kommen eine nach der anderen aus dem Bett gekrochen. Nebenan schreien zwei Möwen auf einem Fischerboot um die Wette.

Schnell haben wir den Tagesplan fertig, und es gibt wieder mal ein richtig ausgedehntes Buchtenfrühstück, mit allem was dazu gehört. Dann wird der Diesel aus den Reservekanistern noch umgefüllt, damit wir morgen sicher genug im Tank haben. Blöd, wenn man ohne Tankanzeige unterwegs ist und nur grob schätzen kann, wieviel Diesel der Motor verbraucht.
Direkt am Anlegesteg ist der Marché de St. Pierre, ein kleiner Markt mit vielen Ständen. Bettina ergattert ein paar Gewürze und ca. 40cm lange Zimtstangen. Sowas haben wir überhaupt noch nicht gesehen.

Weiter geht es in der Gluthitze – gefühlt 35° laut Wetterbericht – zum Gedenkmuseum über den Vulkanausbruch 1902.

Bei dem Ausbruch wurde die gesamte Stadt völlig verbrannt und bis auf 2 Überlebende alle 28’000 Einwohner unter der Asche begraben. Sehr eindrückliche Geschichte. Man sieht noch ein paar Mauern aus dieser Zeit.



Nachdem wir die herrlich klimatisierten Räume wieder verlassen und uns vom Hitzeschock erholt haben, geht es weiter zum Busbahnhof.


Unserem Dinghy geht es noch gut. Wir mussten es nach oben binden, damit es nicht unter den Ponton gesaugt wird.

Wir fahren mit einem kleinen Bus in das nächste Dorf Le Prêcheur. Laut Reiseführer mit vielen kleinen Restaurants in einer herrlichen Landschaft. Genau das richtige.
Der Bus ist zwar eng, aber gut belüftet. Und so kommen wir nach 20 Minuten an. Es gibt eine Kirche direkt an der Haltestelle.

Wir streifen durch den Ort und finden keines der Restaurants geöffnet. Dafür noch einen Leuchtturm und eine interessante Brücke.




Und wir haben Durst. Schlussendlich finden wir ein kleines Bistro.






Nach der ersten Runde Eistee mit viel Eis, folgt eine Runde Planteur.

Es sitzt sich sehr gemütlich und wir haben Zeit und wollen nicht hetzten. Der Bus fährt jede Stunde praktisch direkt vor der Haustür.
Es folgt eine 2. Runde Planteur und wir bestellen noch 2 Portionen Accras als Snack dazu. Heike begnügt sich mit dem Salat, während wir die Fischbällchen vertilgen. Dann geht es mit dem Bus zurück. Zum Glück sind wir ein paar Minuten früher an der Haltestelle. Er war überpünktlich 5 Minuten zu früh. Und wenn niemand an der Haltestelle steht und winkt, dann fährt er durch.

Heike und Martin gehen noch ein paar Dinge einkaufen, bevor wir uns auf den Weg ins Restaurant machen.

Eigentlich war angedacht, dass wir rechtzeitig zurück sind, um noch eine Runde zu schnorcheln. Rund um das Bojenfeld sind Statuen, Wracks und andere interessante Dinge unter Wasser. Leider keine Chance. Ein bisschen schade. Wir haben das gestern schon auf heute verschoben und heute Morgen auf den Nachmittag. Aber es wird so schnell dunkel, dass es nur eine Hetzerei geworden wäre.
Es ist kurz nach halb sechs und wir gehen zum Sundown in die Strandbar direkt hinter unserer Boje…

… und wir beginnen den Abend mit einer Runde Planteur.


Nachdem die Sonne unten ist, machen wir uns auf den Weg ins Restaurant. Heute essen wir elsässisch.


Heike nimmt Eisbein, ich ne Entenkeule mit Sauerkraut. Es schmeckt fantastisch gut.


Martin wählt Entrécôte und Bettina Käsespätzle. Europa pur 🙂
Dann geht es gemütlich zurück auf das Schiff und nach einem Absacker im Cockpit gehen wir kugelrund und müde in die Koje. Morgen ist die letzte Überfahrt in die Marina.