17.03.2025 – Roseau – Martinique: Saint-Pierre

Die letzte Überfahrt steht an, also wieder um 5 aufstehen…
Die morgendliche Routine sitzt und pünktlich 0630 legen wir ab Richtung Martinique. Ententeich…

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Das Gross nehmen wir hoch und hoffen auf ein bisschen Wind aus der richtigen Richtung.
Kurz hinter Dominika entdecken wir eine grosse Delphinschule. Sie sind leider etwas zu weit weg und lassen sich von unserem Motor nicht anlocken. Aber sie springen wie wild und wir beobachten sie aus der Ferne.
Ein schönes klassisches Segelschiff kreuzt auch noch unseren Weg.

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Gegen Mittag brauchen wir Schatten auf dem Schiff – es ist so heiss und die Sonne knallt runter. Also Gross runter und Bimini auf.

Ein Stündchen später setzen wir das Gross nochmal, aber viel hilft es nicht. Kurz vor Martinique dreht der Wind und es kommt ein bisschen mehr. Wir nehmen das Gross runter und setzen die Genua. Eine komplette Meile schaffen wir unter Segel bei 8 kn Wind – dann geben wir auf!

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Unser Ziel für heute ist St. Pierre im Nordwesten der Insel.

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Es liegen hier eine Menge von Wracks bei einem Riff und dieser Bereich ist zum Ankern gesperrt, aber sehr beliebt bei Schnorchlern. Als wir näher kommen sehen wir ein grosses Bojenfeld und ruck zuck waren wir dran und fest. Es waren aber auch wieder Bojen, die man praktisch nicht hochziehen konnte. Aber zu zweit haben es Uwe und Martin gut im Griff. Ankerbier!
Während dessen kommt ein grösserer Kat mit einem Pärchen drauf. Er bekommt die Boje allein nicht hoch und dann stehen sie da, drehen Kringel, stehen wieder…
Uwe will helfen und fix wird das Dinghy parat gemacht. So schnell waren wir noch nie! Er fährt rüber und hilft ihnen.
Kaum ist er zurück kommt der Hafenmeister und meint, wir müssen eine andere Boje nehmen – diese sei reserviert. Es gibt hier 3 Arten von Bojen: Die grün beschrifteten sind bis 11ft, die blauen bis 13 und die roten bis 15ft. Wir hingen an einer roten und wechselten dann zu einer blauen. So lagen wir sogar noch dichter am Dinghydock und an der Stadt.

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Wir haben beschlossen, dass wir hier einen Tag bleiben und in einem Rutsch dann von hier aus in die Marina fahren. Wir liegen hier super und man kann von hier aus auch was unternehmen.
Wir machten uns dann auf gen Land. Das Dinghydock ist eigentlich an der Seite des Fähranlegers und dementsprechend hoch. Wir mussten das Dinghy recht hoch binden, damit es nicht unter den Anleger gezogen wird. Aus- und Einsteigen eher abenteuerlich.
Wir wurden den Müll los und machten uns auf in die Capitaneria, um die Boje für die 2 Tage zu zahlen. Sie bieten in der Bucht einen gratis Absaugservice für Grau- und Schwarzwasser an sowie liefern Wasser direkt ans Boot (100L für 2.50) – super Sache und das haben wir hier so noch nie gesehen.
Im gleichen Raum ist auch das Touristoffice mit 2 Damen am Schalter. Bettina versucht für den nächsten Tag was zu organisieren, aber leider erfolglos. Die Damen haben keine Lust, die Touristen zu unterstützen. Geführte Standardtouren gibt es nicht, ein Hop-in – Hop-out Flyer liegt dort zwar, aber das Angebot gibt es nur, wenn Kreuzfahrtschiffe da sind – morgen nicht! Ein englisch sprechender Taxifahrer, der morgen Lust hätte, ist auch nicht aufzutreiben. Also zotteln wir genervt von dannen und erledigen erstmal unseren Einkauf.

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Der wird dann auf’s Schiff gebracht. Ein Hupf ins Wasser und Schlachtplan für morgen. 1902 wurde die Stadt von einem Vulkanausbruch komplett ausgerottet und zu dem Thema gibt es ein Museum – das wollen wir mal sicher mitnehmen, der Rest ist noch offen.
Anbetrachts des Dinghydocks beschliessen wir, ein Restaurant direkt am Strand zu nehmen, wo wir direkt mit dem Dinghy auf den Strand können. Gesagt getan, wir landen an und sitzen schön.



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Das Essen ist hier leider mittelprächtig. Bettina’s Fisch und mein Hühnchen waren zu lange auf dem Grill und sind halb schwarz und trocken. Die Beilagen sind bei allen gleich – trocken und fad. Die Männer sind zufrieden. Naja – bisher haben wir immer super gegessen!

Wir zahlen und machen uns auf den Heimweg. Unterdessen gibt es ein bisschen Schwell und das Ablegen ist nicht so einfach. Wir bieten wieder etwas Unterhaltung für die anderen Gäste, aber irgendwann kommen wir mit den Paddeln dann auch weg. Mehr oder weniger nass an Bord angekommen gibt’s noch einen Schlummi und wir freuen uns, dass wir morgen ausschlafen können!